Neonwilde Tipps und Tricks – Stickdateien im neuen Glanz

Neonwilde Tipps und Tricks – Stickdateien im neuen Glanz

Eingetragen bei: Sticken | 4

Heute wollen wir euch zeigen, wie ihr die neonwilden Stickdateien richtig „groß raus“ bringen könnt. Unsere Endless-Ecostitch-Embroidery Dateien sind so wandelbar und wenn man ersteinmal rausgefunden hat, wie man sie am besten einsetzt, bieten sie beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Wie sticke ich die Neonwild-Stickdateien am besten auf flauschiges Material? Welche Farben nehme ich am besten? Kann ich mit den EEEs auch appplizieren? All diese Fragen wollen wir heute klären. Also, lasst uns loslegen!

 

1. Doppelt Sticken

Die Endless-Ecostitch-Embroidery Dateien leben von ihrer Leichtigkeit. Nur durch das gleichmäßige und einlagige Stichbild ergeben sich unschlagbare Vorteile. Die Stickereien bleiben sie schön weich, sind ideal für glatte, fließende Stoffe und stören selbst empfindliche Babyhaut kaum. Möchte man sie allerdings auf dickeres, gröberes Material Sticken, können sie optisch schnell untergehen. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, kann den Stickvorgang einfach zweimal durchlaufen lassen. So wird die Endlos-Linie dicker und tritt stärker hervor. Einige von euch haben es schon erfolgreich ausprobiert und gerade auf Filz hat sich dieses Verfahren bewährt. Aber ACHTUNG: Nehmt den Stoff zwischen den beiden Durchläufen nicht aus dem Stickrahmen und benutzt die gleichen Einstellungen (auch Garn, Nadel, etc) wie beim ersten Stickvorgang. Schon ein kleiner Versatz lässt das Motiv am Ende verzogen aussehen.

 

dickeres_Garn, STickdateien
Das Beispielfoto zeigt weißes Stickgarn auf blauem Piquee – links einfach, rechts doppelt gestickt.

 

2. Dickeres Garn

EIne weitere Möglichkeit, die EEEs besser wirken zu lassen, ist das Verwenden von dickerem Garn. Hier müsst ihr selbst testen, was mit euren Maschinen möglich ist. Am besten ist probiert es auf einem Probestoff und stellt die Geschwindigkeit eurer Maschine runter – dann könnt ihr schnell sehen, mit welcher Dicke eure Stickmaschine gut zurecht kommt. Da die neonwilden Stickdateien nur einfach gestickt sind, ist es nicht unbedingt notwendig, Stickgarn zu nutzen. Ich habe viel mit ganz normalem Nähgarn getestet und es hat einwandfrei funktioniert. Auch Versuche mit extra dickem Polyestergarn haben problemlos geklappt. Aber ihr wisst ja, nicht jede Maschine mag jedes Garn – probiert es einfach aus! 😉

Und noch was: Dickeres Garn ist bei den meisten anderen Stickdateien (ausgenommen Doodles oder einfache Applikationen) nicht zu empfehlen. Gerade wenn mehrere Lagen übereinander gestickt werden, kann es mit dickerem Garn sehr schnell zu einem Nadelbruch kommen. Zudem empfiehlt es sich, ausschließlich Kunstfasergarn (Polyester, Viskose…) zu nutzen, da Baumwollgarn beim Sticken einfach zu sehr fusselt.

 

dickes_garn, Stickdateien

 

3. Applikation

JA, die EndlessEcostitchEmbroiderys lassen sich auch als Applikationen verwenden und das klappt sogar ziemlich gut! Durch das gleichmäßige und doch flächige Stichbild ergibt sich eine ganz besondere Optik, die sowohl auf glatten, als auch auf flauschigen Stoffen gut zur Geltung kommt. Gerade auf Frottee, Verlours oder Wollfilz, wirken die applizierten Motive besonders gut und es ergibt sich eine tolle 3D Optik, die wie geprägt wirkt. Egal ob ihr Kontrastfarben wählt oder, ganz schlicht, Ton in Ton bevorzugt, mit den neonwilden Stickdateien könnt ihr ganz einzigartige Effekte erzielen.

Und das Beste: Es geht kinderleicht und ist in wenigen Minuten könnt ihr euer Werk bewundern. Und so gehts:

 

  1. Ihr spannt den Stoff (in meinem Fall dunkelblau), den ihr besticken wollt, wie gewohnt in den Stickrahmen.
  2. Nun sprüht ihr darauf ein bisschen Sprühzeitkleber und dann könnt ihr den Applikationsstoff (in meinem Fall gelb) einfach oben drauflegen. Natürlich könnt ihr auch einen passenden Heftrahmen nutzen.
  3. Und schon geht es los. Ihr stickt, wie gewohnt das Motiv auf, nehmt den Stickrahmen wieder aus der Maschine und schneidet mit einer Stickschere (wer keine hat, kann auch eine gute Nagelschere nehmen) den überstehenden Applikationsstoff knapp ab. Passt gut auf, dass ihr nicht in euer Werk schneidet oder in die Stickerei kommt.
  4. Im Grunde seid ihr schon fertig – ich werfe die fertigen Sachen danach noch in die Waschmaschine. So gehen Fussel und Klebereste weg und die Ränder der Appplikation werden schön gleichmäßig.

 

stickdatei_applikation1, Stickdateien
stickdatei_applikation2, STickdateien
stickdatei_applikation_full

 

4. Der Kontrast-Trick

Zum Schluss wollen wir euch noch einen ganz einfachen und super wirkungsvollen Trick mitgeben. Diesen könnt ihr nicht nur bei den EEEs anwenden, sondern natürlich auch bei vielen anderen, vor allem feinen, Stickdateien. Dabei geht es um den Unterschied zwischen Farbkontrast und Hell-/Dunkelkontrast. Je weiter eine Farbe auf dem Farbkreis voneinander entfernt liegen, desto höher ist der Farbkontrast. Zwei Farben die sich im Farbkreis gegenüberstehen, werden Komplementärfarben genannt – sie haben den höchstmöglichen Farbkontrast. Mischt man diese beiden Farben, so ergibt sich immer ein neutrales grau.

Oft werden intuitiv diese Farben kombiniert, um einen schönen Kontrast zu erreichen. Im Grunde ist das gut und richtig – noch wichtiger als der Farbkontrast ist aber, gerade bei feinen Stickereien oder Kontrastnähten, der Hell-/ Dunkelkontrast.

 

Wie hoch dieser ist, könnt ihr mit einem einfachen Trick feststellen: Ihr macht ein Foto (mit dem Handy völlig ausreichend) von eurer Garnauswahl auf dem Stoff, den ihr besticken/ benähen wollt. In unserem Beispiel wären das rotes, orangenes und gelbes Garn auf türkisem Piquee. Alle Farben weisen einen hohen Farbkontrast auf. Nun wandelt ihr dieses Foto in ein s/w Bild um und schon könnt ihr den Hell-/Dunkelkontrast beurteilen. Im Beispiel seht ihr, wenn ihr auf die Garnrollen schaut, dass der Farbkontrast bei allen drei Farben sehr hoch ist. Auf dem Schwarz/Weiß Bild hingegen, könnt ihr erkennen, dass der Hell-/Dunkelkontrast bei gelb und orange sehr gering ist. Das rote Garn hingegen, ist auch auf dem s/w Bild gut zu erkennen, es wäre also – für eine gut sichtbare Stickerei – die erste Wahl.

 

Übrigens: Lasst euch bei solchen Bildern nicht von den Lichtreflexen, Glanzpunkten und Spiegelungen täuschen.

 

farbwahl_fuer_stickdatei_A, Stickdateien

 

 

Wir hoffen, dass ihr etwas für euch mitnehmen könnt und würden uns freuen, wenn ihr uns von euren neonwilden Experimenten berichtet. Ihr habt noch andere Tricks auf Lager oder eine Idee, die unbedingt mal getestet werden sollte? Schreibt uns einfach an kontakt@neonwild.de.

 

4 Antworten

  1. Nicola Marquard

    Super erklärt, vielen Dank

  2. Tolle Tips! werde ich ausprobieren Danke

    • Hallo Christa, danke für deinen lieben Kommentar. Wir sind gespannt auf deine Ergebnisse! 😉 Neonwilde Grüße, Meike

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